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BEISPIEL-WURZELN:

Kuppel-Skulptur:
"airformance" 1997

Ausstellung 2001:
"Drachenkunst &
Künstlerdrachen"
Kreismuseum Zons

Drachen-Galerie

 

Ausstellung 2001: "Drachenkunst und Künstlerdrachen"

 


Kreismuseum Zons, Schloss Str. 1, 41541 Dormagen
vom 24. Juni bis zum 26. August 2001

Konzept, Organisation und Umsetzung:
Frank Schwiemann & Christine Schwarting

Die Künstler:
Robert Trepanier, Kanada
Ton Gers, Niederlande
Pierre Fabre, Frankreich
Frank Schwiemann, Deutschland
Christine Schwarting, Deutscheland

Die Länder und ihre Drachentraditionen:
Indien
Indonesien
Japan
China
Thailand

   
   
 


Die internationale Ausstellung regte zu einen intensiven Dialog zwischen Drachentraditionen und Kunst an! Und dies durch die Bank zwischen allen Gnerationen. Was gerne als reines Spielzeug verstanden wird, ist doch so viel mehr. Drachen sind Fischer-Werzeug, sind Sportgerät, sind Tradition, sind Handwerkskunst und Kunstobjekt.

Die traditionellesn Objekte wurden abwechselnd mit den Drachen der Künstler gezeig. Die filigranen Papierdrachen von Ton Geers (NL) passten beispeilsweise perfekt zu den feinen Bätterdrachen aus Indonesien. Die indischen Kampdrachen aus Bambus und Papier wurden von Rober Trepanier (CAN) mit seiner ganz eigenen Art der Malerei aufgegriffen. Die Objekte von Frank Schwiemann (D) passten sich architektonisch in das Museumsgebäude ein und bildeten den modernen Gegensatz. Die Papierojekte von Christine Schwarting (D) schienen dagegen mit den Museumswänden zu verschmelzen. In der zentralen, großen Halle ergänzten sich in Ästhetik und Bauweise Werke aus Japan und die Drachen von Pierre Fabre (F). Den könenden Abschluss bildeten die mayestetischen Kampfdrachen aus Thailand aus weißem Papier mit goldenen Applikationen.

 
   
   
 


Die Vernissage am 24. Juni 2001 war in ganz Zons zu hören. Im Hof der alten Schloßanlage spielte "Tentekko", eine japanische Trommelgruppe aus Meerbusch unter der Leitung von Monika Baumgartl. Der Boden bebte. 140 geladene Gäste kamen in den optischen und akustischen Genuss asiatischer Rhythmen. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Museumsdirektorin Frau Blum-Spieker, hielt Prof. Dr. Wolfgang Becker vom Ludwig-Forum für Internationale Kunst Aachen die Eröffnungsrede. Er sprach u.a. über die Kunst im öffentlichen Raum.

Gerade als diese Kunstform zu Beginn der 80er Jahre populär wurde, erlebten Robert Trépanier (Canada), Pierre Fabre (Frankreich) und Ton Geers (Niederlande) ihren Durchbruch im Drachenbau. Im Gegensatz zur Malerei, die bis dato in Räumen/auf Wänden zu betrachten war, wurden Bilder/Kunstwerke nun in die Öffentlichkeit gebracht. Die Kunst bewegt sich auf den Betrachter zu, nicht umgekehrt. Und das Publikum wartete regelrecht auf diese Art der "optischen events", auf mobile und aktionsreiche Kunst.

 
   
   
 


Etwa zu dieser Zeit fanden die ersten Drachenfeste statt. Mittlerweile gibt es sie auf dem ganzen Globus und das internationale Drachenvolk trifft sich mal hier mal da. Mit der Organisation dieser "fliegenden Ausstellungen" entwickelte sich parallel über Jahre eine ähnliche Vertriebsstruktur wie in der Kunstszene. Galerien sind zu vergleichen mit Drachenfesten. Doch statt die Objekte (=Drachen) an Wände zu hängen, werden sie vom Wind getragen. Es gibt Kunstfestivals und Drachenfestivals. Auf beiden finden Wettbewerbe statt, werden Arbeiten präsentiert und neue Impulse gegeben. Es entstanden Zeitschriften, Vereine und nicht zuletzt Websites und Internetforen.

Interessant war auch der Bericht vom Fest zur Maiparade in Moskau 1982. Herr Becker war einer Einladung dorthin gefolgt. Plötzlich erschien im Nachthimmel zwischen den goldenen Kuppeln des Kreml ein riesiges Portrait von Lenin. Mit einem starken Diaprojektor wurde sein Antlitz auf einen ca. 5 x 6 m großen, weißen Drachen projiziert.

Recht hat Herr Becker wenn er sagt: "Der Blick in den Himmel ist unerlässlich!" Nach all den Betrachtungen zum Drachen als fliegende Leinwand, zum Drachen als Gesamtkunstwerk, als Kunst im öffentlichen Raum fügte er schmunzelnd hinzu "Sie sehen, letztendlich landet doch alles im Museum."